100 Jahre Kunsttempel

Den Mittelpunkt des Gesamtkunstwerkes Kunststätte Bossard bildet der 1926 errichtete Kunsttempel. 100 Jahre nach Baubeginn steht der expressive Kunsttempel mit seiner reichen und komplexen Innenausstattung im Mittelpunkt unseres Ausstellungsprogrammes 2026.

10.05.2026 – 08.11.2026

 

Den Mittelpunkt des Gesamtkunstwerks Kunststätte Bossard in der Lüneburger Heide bildet der 1926 errichtete Kunsttempel. 100 Jahre nach Baubeginn wirft das expressive Bauwerk mit seiner reichen und komplexen Innenausstattung weiterhin Fragen auf.

 

»Den Heidewanderern, den sehnsüchtigen jungen Menschen der Großstadt soll zum Naturgenuß der weiten Ebene und des hohen Himmels des Niederdeutschen Landes der Atem Gottes, wie er am reinsten und doch menschennahesten aus dem großen, einheitlichen Kunstwerk quillt, eine schönheitliche Quelle, eine Stätte innerer Einkehr errichtet werden.«, umschreibt Johann Michael Bossard (1874−1950) im Jahr 1925 sein Bauvorhaben.

 

Schon im Jahr 1907 zeigte sich der Künstler, der gerade als Lehrer an der Hamburger Kunstgewerbeschule seine Stelle antrat, beeinflusst von dem Gedanken, visionäre »Tempelkunst« als gesamtkünstlerisches Werk zu schaffen. In den folgenden Jahren verfestigte sich die utopische Vision zu einem konkreten »Musterbau«. Neben der Finanzierung galt es auch die Form zu klären: Kristalline Pyramide oder museale Ausstellungshalle? Ein einzelnes Gebäude, mehrere ineinander übergehende Teile, vielleicht sogar unterkellert und mit Krypta oder eine ganze Kolonie errichten? Auch ein geeigneter Bauplatz musste gefunden werden: Am Zuger See in der Schweiz, in Hamburg, in Berlin oder in der Lüneburger Heide?

 

Als Johann Michael Bossard vor 100 Jahren schließlich mit dem Bau des Kunsttempels auf seinem Heidegrundstück begann, suchte er über eine reiche und komplexe Ausstattung das spirituelle Erleben der »Heidewanderer« anzuregen. Von der ersten Idee über die Skizzierung des Baus und der damit zusammenhängenden sozial-utopischen Vorstellung in der »Werbeschrift« bis hin zur eigentlichen Umsetzung des Kunsttempels und seiner Wandlungsmöglichkeiten verfolgt diese Sonderausstellung Johann Michael Bossards Weg und Gedanken.

 

Öffnungszeiten der Sonderausstellung:
bis 31. Oktober 2026: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
1. bis 8. November 2026: Dienstag bis Sonntag 11 bis 16 Uhr

 

Mit dieser Ausstellung beteiligen wir uns am 11. Hamburger Architektur Sommer 2026. 

 

Die Sonderausstellung wird vom Lüneburgischen Landschaftsverband und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. 

 

           

 

Flyer zur Ausstellung

Unseren Flyer mit dem Begleitprogramm und Informationen zur Ausstellung finden Sie hier

Begleitprogramm zur Ausstellung

6. Juni 2026, 18 Uhr

Theater 

»Deutschland. Ein Wintermärchen« 

Gastspiel des Hermannshoftheaters

25 €

 

21. Juni 2026, 11 bis 18 Uhr

Museumsfest

10 €, Mitglieder des Freundeskreises frei

 

28. Juni 2026, 18 Uhr

Konzert

»Klaviermusik im Kunsttempel« 

mit Paul Niedermeyer

15 €

 

28. August 2026, 18 Uhr

Konzert

»Musik der 1920er Jahre im Kunsttempel« 

Herr Könnig singt (Gesang), Herr Moldenhauer begleitet (Klavier)

20 €

 

13. September 2026, 11 bis 18 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Freier Eintritt, Führungen kostenfrei

 

18. Oktober 2026, 17 Uhr

Vortrag

»Die Macht der Bilder - Politische Symbolik in Kunstwerken« 

mit Kunsthistoriker Dr. Thomas Carstensen

17 €

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